Als weitere Methoden fielen mir leider nur noch Nikotinpflaster
ein, die meine Mutter jedoch schon einmal in Gebrauch gehabt hatte
- auch diese hatten nicht helfen können. Im Internet recherchierte
ich daraufhin nach weiteren Methoden. Schon bald gelangte ich auf
eine Internetseite, auf der Hypnose als Methode vorgestellt wurde,
um das Laster des Rauchens abzulegen. Mit Hilfe einer CD, die einem
Buch beigelegt war, sollten Raucher herausfinden können, warum sie
rauchen und weshalb das Projekt Nichtrauchen bei ihnen bisher nicht
funktioniert hatte. Ich beschloss das Buch und die CD zu bestellen.
Hoffentlich erweist sich das Versprechen, das Buch und CD machen,
nicht als Ente. Ich möchte meiner Mutter doch so gerne helfen und
auch meine Lebensqualität aufbessern.
Sonntag, den 10. April 2011 09:30
Letztes Wochenende hatte meine Mutter Geburtstag. Ich schenkte
ihr neben einem Gutschein für ein Wellness-Bad auch noch Kaugummis
zur Raucherentwöhnung. Meine Mutter schien darüber nicht gerade
glücklich zu sein. Mein Geschenk bzgl. der Raucherentwöhnung kam
nicht so gut an. Sie schien für den Rest des Tages schlecht
gelaunt. Ich versuchte sie an diesem besagten Tag wieder einmal mit
guten Worten davon zu überzeugen, dass eine Raucherentwöhnung in
ihrem Fall angemessen sei - es weiß doch schließlich jeder, dass
Rauchen sehr ungesund ist und viele Menschen an Krebs erkranken.
Weiter noch führte ich den Aspekt an, dass eine Raucherentwöhnung
ihrerseits auch gut für mich wäre: ich müsste mich nicht mehr dem
schädlichen Qualm aussetzen und würde auch nicht mehr in der Schule
von sämtlichen Mitschülern gefragt werden, ob ich Kettenraucher
sei. Meine Mutter versprach mir daraufhin, dass sie es mit einer
Raucherentwöhnung probieren wolle. Sie sah ein, dass ich der
Leidtragende war. Noch am selben Tag nahm sie ein paar der
Kaugummis zur Raucherentwöhnung zu sich - der gewünschte Effekt
blieb aber so gut wie aus. Noch am selben Tag rauchte sie eine
weitere Schachtel Zigaretten. Ich war ziemlich unglücklich - ich
wollte meine Mutter unbedingt zur Raucherentwöhnung bewegen. Welche
anderen Mittel mochte es wohl noch zur Raucherentwöhnung geben?
Mittwoch, den 06. April 2011 21:44
In der Schule wurde ich schon mehrmals darauf angesprochen,
warum ich so sehr nach Zigarettenrauch riechen würde. Diese
Situationen sind mir immer sehr unangenehm. Wenn ich könnte, so
würde ich meine Kleidung noch kurz vor dem Beginn eines jeden
Schultags waschen, aber das ist aus rein organisatorischen Gründen
nicht machbar. Die Waschmaschine, die in dem Mehrfamilienhaus, in
dem meine Mutter und ich wohnen, wird nämlich von allen Mietern des
Hauses verwendet. Es gibt einen Wochenplan, auf dem vermerkt ist,
an welchen Tagen und zu welchen Zeiten die Bewohner ihre Kleidung
waschen dürfen. Die Einteilung, die meine Mutter und mich betrifft,
beläuft sich immer auf Dienstag und Donnerstag Nachmittag. Die
Kleidung hat demnach genügend Zeit, im Keller zu trockenen und in
Folge dessen auch wieder aus diesem mitgenommen und in die
Kleiderschränke geräumt zu werden. Die Nacht scheint lang genug zu
sein, als dass sich die Kleidung mit dem Geruch von Qualm bzw.
Rauch voll saugen kann. Das ist wirklich nicht schön.
Samstag, den 02. April 2011 09:26
Meine Mutter ist Kettenraucherin und nervt mich mit ihrer lästigen
Angewohnheit sehr. Immer, wenn ich nach der Schule nach Hause komme
und die Wohnungstür öffne, steigt mir förmlich eine große
Rauchwolke entgegen, die mir den Verstand vernebelt. In dieser
Atmosphäre fühle ich mich einfach nicht wohl. Wie soll ich
erfolgreich meine Hausaufgaben machen und mich auf das Abitur
vorbereiten, wenn die Bedingungen für das Lernen so dermaßen
schlecht sind?
Seit einiger Zeit esse ich auch nicht mehr zu Hause in der Küche.
Der Gestank des Qualms verdirbt mir jeglichen Appetit. Ich kaufe
mir dann immer lieber etwas aus der Bäckerei oder gehe mit meinen
Freunden nach der Schule noch irgendwo Pizza essen. Diese
Lebensweise ist ebenso ganz bestimmt nicht gesund. Aber was soll
ich tun? Zu Hause im Zigarettenrauch zu sitzen fördert die
Gesundheit ja nun auch nicht gerade, wie man unschwer
schlussfolgern kann.
Montag, den 28. März 2011 17:38